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Erste Hilfe bei Schiunfällen

Das statistische Verletzungsrisiko von Skifahrern ist relativ gering. Aber weil jedes Jahr Millionen auf den Pisten sind, kommt es immer wieder zu Unfällen. Über 20 Millionen Skifahrer zählten die Alpenländer letztes Jahr, rund 15.400 musste die Rettung bergen. Doch bevor die Fachleute eintreffen, sind die anderen Skifahrer gefragt. Handeln ist Pflicht, möchte sich doch keiner unterlassene Hilfeleistung vorwerfen lassen. Doch was genau ist eigentlich zu tun?

7 Schritte für Erste Hilfe ​

  1. Unfallstelle absichern: Kennzeichnen Sie die Unfallstelle mit Skiern oder sichtbaren Kleidungsstücken, um weitere Unfälle zu vermeiden.
  2. Lebenszeichen prüfen: Überprüfen Sie Bewusstsein und Atmung des Verletzten, um die nächsten Schritte zu bestimmen. ​
  3. Hilfe holen: Setzen Sie einen Notruf ab und beantworten Sie die 4 W-Fragen (Wo, Was, Wie viele, Wer). ​
  4. Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten: Führen Sie 30 Herzdruckmassagen durch, gefolgt von zwei Beatmungen, bis Hilfe eintrifft oder der Verletzte reagiert. ​
  5. Stabile Seitenlage anwenden: Positionieren Sie den Bewusstlosen seitlich, um die Atmung zu sichern. ​
  6. Verletzungen versorgen: Behandeln Sie Blutungen, Schock, Prellungen und Unterkühlung mit entsprechenden Maßnahmen. ​
  7. Eintreffen der Rettung vorbereiten: Machen Sie die Rettungskräfte auf die Unfallstelle aufmerksam und sorgen Sie für einen guten Zugang. ​

Verletzungsversorgung

Starke Blutungen erfordern Druckverbände, während Schock durch Hochlagern der Beine behandelt wird. Bei Prellungen und Zerrungen sollten betroffene Körperteile ruhiggestellt und gekühlt werden. Unterkühlung und Erfrierungen erfordern spezifische Maßnahmen zur Erwärmung und Wundversorgung.